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13. Juni 2018

Aufgestanden bin ich ziemlich spät, es war sicher schon so viertel vor 7. Normalerweise stehe ich so zwischen 6 und 10 nach 6 auf, damit ich alles zeitig fertig bekomme, bevor ich zur Arbeit aufbreche. Ich hatte heute morgen schlicht keine Lust und irgendwie auch das Gefühl, dass ich mich in den 6 Stunden Schlaf, die ich hatte, nicht eine Minute erholt habe.
Ich blickte neben mich, wo sich Mini gerade aufrappelte. Sie ist erkältet und nachdem sie gestern Abend 3 mal wach wurde, vor Husten, hatte ich gegen Mitternacht beschlossen, sie zu mir zu holen. Sie war sehr unruhig und brauchte etwas, bis sie eine Position zum schlafen fand.

Mit einer zeitlich gesehenen Scheiß-egal-Einstellung stand ich dann auf, zog mich an, bat Mini, sich in der Zeit schon mal selbst auszuziehen. Das klappt seit ein paar Tagen nämlich ganz gut. Dann wickelte ich sie und zog ihr Socken, Hose und mit einem Blick nach draußen heute einen Pulli und kein T-Shirt an.
In der Zeit, in der sie ihren morgendlichen Kakao trank, bereitete ich ihr das Kita-Frühstück zu. Ich trank meinen eigenen Kakao in Ruhe leer, auf die paar Minuten kam jetzt auch nicht mehr an. Durch unsere Wohnung schallte „Wer will fleißige Handwerker sehen“. Mini liebt es, morgens schon ihre Musikbox ins Wohnzimmer zu schleppen und darauf Musik zu hören.

Dann zogen wir uns Schuhe an, setzten unsere Rucksäcke auf und gingen gemütlich zum Auto.

Witzigerweise stempelte ich heute auf der Arbeit gerade mal 4 Minuten später ein, als sonst. Dafür hatte ich heute Morgen aber keinen Stress, keine Hektik, machte alles, was ich tat in Ruhe und mein Puls war normal bis niedrig.
Und für diese Erkenntnis musste ich tatsächlich 30 Jahre plus alt werden?!

Ich frage mich oft, wieso ich das nicht öfter so mache. Denn eigentlich habe ich die Zeit, denn ich habe Gleitzeit auf meiner Arbeit. Dafür bin ich sehr dankbar und auch, wenn ich lieber früher anfange, damit ich früh Schluss habe, muss ich mir diesen unnötigen Stress morgens wirklich nicht machen… Das wäre vermutlich gesünder für mich, und auch für mein Umfeld…

Ich glaube, ich versuch einfach mal eine Zeit lang, den Druck morgens etwas rauszunehmen. Vielleicht klappt das ja tatsächlich.

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