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Bereit für ein Ehrlichbaby?

Vor etwa 2 Wochen fing es an, dass ich häufiger über Übelkeit klagte. Das kenne ich sonst gar nicht von mir. Einen Morgen hätte ich fast beim Zähneputzen das  würgen angefangen. Das kam mir sehr bekannt vor, denn in der Schwangerschaft mit Mini hatte ich das die ersten paar Wochen auch. Es hat ewig gedauert, bis ich eine Zahncreme fand, bei der ich nicht würgen musste. Der arme Herr Ehrlich musste danach erst mal zig unterschiedliche Zahnpasten leer machen…

Naja… wie dem auch sei… Ziemlich schnell stand für mich der Verdacht im Raum, dass ich schwanger sein könnte. Ungeplant, denn wir verhüten seit der Geburt von Mini. Im ersten Moment bekam ich eine ziemliche Panik. Die hielt allerdings nur so lange an, bis ich mit meinem Mann über meinen Verdacht sprach. Er beruhigte mich und sagte mir, dass ein Baby bei uns doch willkommen sein, wenn es sich in unsere Familie ‚eingeschlichen‘ hätte. Nicht nur, dass wir das „schon irgendwie“ hinbekommen würden. Nein. Ein Baby sei willkommen, sagte er immer wieder, wenn ich ihn darauf ansprach. Das beruhigte mich ungemein. Ich wünsche mir schon länger noch ein Kind mit meinem Mann.

Dennoch habe ich da auch einige, berechtigte, Zweifel. Die ersten Jahre würde es in unserer 3-Zimmer-Wohnung sicherlich noch gut gehen, mit 2 bzw. 3 Kindern. Uschiline lebt bei ihrem Vater und ist ohnehin nur 2-3 Tage die Woche bei uns. Das würde man mit einem Etagenbett oder einer ähnlichen Lösung sicherlich ein paar Jahre gut funktionieren. Wir wären auch bereit, unser Schlafzimmer aufzugeben und fest ins Wohnzimmer zu ziehen, wenn das nötig würde. Da mache ich mir wenig Sorgen. Dass das auf Dauer keine Lösung ist, ist mir aber durchaus bewusst.
Im Endeffekt sind die meisten Familien heute sehr verwöhnt, was den Platz mit Kindern in einer Wohnung angeht. Früher war es normal, dass Familien groß waren und auf engem Raum zusammen lebten. Ich glaube nicht, dass diese Familien weniger glücklich waren oder mehr Stress hatten, gar ungesünder oder schlechter lebten.
Zum anderen wäre da die finanzielle Seite, die mir durchaus mehr Sorgen bereitet. Mein Mann und ich haben zwar beide einen guten und vor allem sicheren Job (ja, die gibt es heutzutage noch…) und verdienen auch nicht wirklich schlecht, dennoch haben wir beide aus unserer Vergangenheit noch ein paar finanzielle Belastungen, die uns die nächsten 3-4 Jahre noch begleiten werden. Die ersten 1-2 Jahre würden wohl etwas hart werden und wir könnten uns nicht mehr so viel leisten wie wir dies jetzt auch gerne mal tun, aber schaffen würden wir das schon irgendwie. Wenigstens müssten wir – wie oben geschrieben – nicht direkt umziehen, wenn ein Baby käme und ein neues Auto könnte sicherlich auch noch ein paar Jahre warten. Klar – man weiß nie 100 prozentig, ob ein Auto, die Waschmaschine oder sonst irgendein teureres „Gerät“ mal den Geist aufgibt oder Reparaturen anstehen, aber man kann ja irgendwie auch nicht das ganze Leben auf „was wäre wenn“ auslegen. Also… kann man sicherlich… Wir tun das aber bewusst nicht.

Naja… Alles in allem können wir also sagen, dass diese Vermutung mit der Schwangerschaft zwar ein kleiner Schock war, wir aber dadurch beide erst gemerkt haben, dass wir noch ein gemeinsames Kind haben möchten. Und dass wir diese Hürden, die uns damit verbunden bevorstehen, durchaus gerne in Kauf nehmen, um noch ein kleines, bezauberndes Wesen aufwachsen zu sehen und durchs Leben begleiten zu können.

Die beiden Schwangerschaftstests, die ich im Abstand von 7 Tagen machte, waren übrigens negativ. Ich bin also nicht schwanger. Enttäuscht darüber waren wir wohl beide ein wenig… Diese Tatsache bekräftigt uns aber in der Entscheidung für ein weiteres Kind. Das wäre ja anders, wenn es einer von uns doch nicht wollen würde. Ich denke, das war dann auch der Startschuss für „Projekt Ehrlichbaby“…

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